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Betzold Interview mit Claudia Rühle

Kinderyogalehrerin Claudia Rühle (Sunlight Kids Kinderyoga Berlin) erzählt im Interview, welche Vorteile Yoga auch für Schüler hat und wie ihr es in den Unterricht integrieren könnt: https://betzold.biz/2oNzUX3

Yoga kann für Schulkindern einen Ausgleich zu Stress, Bewegungsmangel und Kopflastigkeit bieten. Nach den Entspannungsphasen können sich die Kinder wieder besser auf den Unterricht konzentrieren 🧘‍♀️🧘‍♂️

>> Claudia, was unterscheidet Yoga für Erwachsene von Kinderyoga und was ist ihnen gemeinsam?

Die Gemeinsamkeit zwischen Yoga für Kinder und Erwachsene ist der Begegnungsraum für Stille und Entspannung in dem man sich selbst im Hier und Jetzt spüren kann. Der Unterschied zwischen Kinderyoga und Yoga für Erwachsene liegt in der Vermittlung des Yogas.

Was können wir uns unter Kinderyoga vorstellen und wie führst du die Kinder an die Yogaübungen heran?

Kinder „spielen“ Yoga und gehen dabei ihrem natürlichen Bewegungsdrang nach. Eine Kinderyogastunde wird mit Geschichten, Liedern, Ritualen und Spielen aufgebaut. Sie ist spontan und lebendig und hat auch viel Platz für die Ideen der Kinder. Sie lieben es, sich in die Tiere zu verwandeln, die die Yogapositionen darstellen.

Kinder lernen schnell und ahmen die Übungsleitung einfach durch gemeinsames Ausprobieren und Wiederholen nach, sodass lang andauernde Erklärungen zu den Yogapositionen wegfallen können.

Da ihr Herz-Kreislauf-System viel kleiner ist als das der Erwachsenen, tritt die Wirkung der Yogaübungen bei Kindern auch viel schneller ein. Aus diesem Grund werden die Übungen nur kurz gehalten. Auch in den Entspannungsphasen brauchen sie weniger Zeit, um zur Ruhe zu kommen, da Herz und Kreislauf schneller runterfahren können.

Um mit Kindern Yoga zu üben, ist es wichtig, den jeweiligen Entwicklungsstand zu berücksichtigen. Je kleiner sie sind, desto spielerischer müssen Yogaübungen vermittelt werden. Mit zunehmendem Alter kann der spielerische Anteil zurückgehen. Mir persönlich ist im Kinderyoga besonders wichtig, dass die Bewegungsfreude und Fantasie der Kinder geweckt wird und erhalten bleibt.

 

>> Ab welchem Alter können die Kinder mit den Übungen beginnen?

Es gibt bereits Bewegungsangebote zum Yoga für Babys mit ihren Müttern, für Kinder ab 6 Monaten, Toddler-Yoga für Kleinkinder, Kinderyoga in Kitas für die zwei- bis vierjährigen und für die Vorschüler.

Die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen Yoga für Kinder ab 6 Jahren zwei Mal im Kalenderjahr als Präventionsmaßnahme, durchgeführt von ausgebildeten Yogalehrern unter bestimmten Voraussetzungen.

 

>> Was kann Yoga für die Kinder bewirken?

Es konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass Elemente des Yogas bei Kindern besonders gut auf die Entspannung, Konzentration und die motorischen Fähigkeiten wirken, eine bessere Körperhaltung bedingen und die Fähigkeit, das Gleichgewicht zu halten.

Die Übungen helfen, die Grob- und Feinmotorik der Kinder und ihre Koordinationsfähigkeit zu verbessern. Sie lernen, sich zu entspannen und ihre Emotionen zu kontrollieren.

Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Schlafprobleme, die bereits auftreten können, nehmen ab. Das Immunsystem wird gestärkt, die Durchblutung verbessert, es gibt positive Wirkungen auf Atmung und Lungen, Stoffwechsel und Verdauung.

Beim Yoga lernen die Kinder, ihre Körperempfindungen und Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken. Das können sie auch bei den anderen Kindern beobachten. Im Kinderyoga mit allen Sinnen im Hier und Jetzt und bei sich zu sein und sich selbst zu fühlen, anstatt in ein bewertendes Miteinander zu gehen, ist das höchste Ziel.

 

>> Welche Vorteile können regelmäßige Kinderyogaeinheiten für den Unterricht haben?

Ich konnte einen großen Unterschied in den Yogastunden zwischen Kita-Kindern und den Schulkindern ab der ersten Klasse beobachten: Durch das lange Sitzen und Lernen sind einige Grundschüler in den Yoga AGs unruhiger, hibbeliger und manchmal auch unaufmerksamer als Kita-Kinder. In den Kitas sind zeitlich lange Phasen des freien Spiels, der Bewegung und Entspannung im Tagesablauf integriert, das fällt im Schulalltag plötzlich weg.

Yoga bietet Kindern einen idealen Ausgleich zu Stress, Bewegungsmangel und Kopflastigkeit, was im Schulalltag öfters auftritt. Nach Entspannung kann man sich bekanntlich besser konzentrieren.

Neben der Förderung auf körperlicher Ebene, wirkt Yoga auch auf geistiger Ebene. Das Zusammenspiel beider Gehirnhälften, Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnis und geduldige Ausdauer beim Lösen von schwereren Aufgaben werden durch Yoga verbessert.

Da in der Zukunft immer mehr Computer und die künstliche Intelligenz Aufgaben übernehmen werden, müssen ganz spezifische menschliche Fähigkeiten erhalten bleiben, um dann noch konkurrenzfähig zu sein – das sind Empathie und Kreativität. Beides wird durch Kinderyoga gefördert.

Übrigens entspannen die Lehrer bei den Yoga- und Achtsamkeitsübungen gleich mit.

 

>> Können die Übungen mit der gesamten Klasse gemacht werden oder sind kleinere Gruppen besser geeignet?

Einige Elemente des Yogas, wie z. B. Standpositionen, eingebettet in Lieder und Spiele, Atemübungen, geleitete Meditationen und Entspannungssequenzen mithilfe von autogenem Training, progressiver Muskelentspannung und kleinen Massagen, können als auflockernde Rhythmisierung von drei bis zehn Minuten im Klassenverband in die Unterrichtsstunde einfließen, um diese aufzulockern.

Als wöchentliche Kinderyoga AG empfiehlt sich, dass die Gruppengröße 15 Kinder nicht übersteigt. So eine AG ist meistens 45 Minuten lang.

 

>> Was benötigt man, um die Übungen durchzuführen?

Prinzipiell kann man große Teile des Yogarepertoires sofort und überall ohne Hilfsmittel durchführen: Im Klassenraum auf dem Sitzplatz oder stehend neben dem Tisch, draußen in Wartepausen – den Körper hat man ja immer dabei.

Wenn man Yoga mit Kindern als geschlossene Unterrichtseinheit durchführt, braucht man einen sauberen Raum, der nicht allzu viele Ablenkungsmöglichkeiten birgt.

Yogamatten sind zunächst noch nicht erforderlich. Hauptsache ist, jedes Kind hat einen Sitzplatz auf dem Boden, der durch eine Art Matte oder eine andere Sitzgelegenheit markiert wird. Der Boden rundherum wird auch genutzt.

Schön ist eine Art liebevoll gestaltete Mitte als Ankerpunkt, um die man mit den Kindern in Kreisform angeordnet sitzt. Frontalunterricht wird vermieden und eine kreative Gruppendynamik kann entstehen.

Zusätzlich empfiehlt sich noch der Einsatz von Yogakartensets, sodass die Kinder eine visuelle und kindgerechte Vorstellung über die Yogapositionen bekommen.

Besonders sinnvoll ist der zusätzliche Einsatz von yogischen Klanginstrumenten. Die Benutzung von Klangschalen, Kalimbas und Shantis ist für Erwachsene sehr leicht erlernbar. Die Klangschwingungen harmonisieren die Kinderkörper eindrucksvoll schnell, sodass Unterricht in yogischer Stimmung über die Yogazeit hinausgehen wird.

Zusatzmaterialien, wie Kissen, Decken, Blöcke und Gurte, wie man es aus dem Erwachsenenyogaunterricht kennt, sind für Kinderyogakurse eher nicht erforderlich.

 

>> Wie läuft eine Kinderyogastunde ab?

Jede Kinderyogastunde beginnt mit einem Begrüßungsritual, um erst einmal im Kreis zusammenzukommen.

Dann gibt es bei mir das Aufwärmen mit Sonnengrüßen oder Bewegungsliedern bevor jede Stunde zu einem anderen Thema eine Bewegungsgeschichte mit Yogaelementen und immer wieder auch kurzen Wahrnehmungsübungen durchgeführt wird.

In der Mitte der Yogastunde gibt es eine Entspannung im Liegen, die durch so genannte Traum- oder Fantasiereisen von mir persönlich gesprochen und mit Klang und Tönen begleitet wird. So eine Entspannung kann drei oder auch mal zehn Minuten dauern.

Es ist sinnvoll, Aktiv- und Ruhephasen im Wechsel durchzuführen. Werden Kinder ohne vorherige Bewegungsmöglichkeit in Entspannungsübungen gezwungen, sind sie unruhig und unkonzentriert.

Nach der Entspannungsphase gibt es also wieder eine aktive Phase, in der die Kinder ihre Fantasie mit einbringen können.

Die Partnermassage am Ende darf natürlich nicht fehlen, die Kinder fordern diese immer wieder ein. Das kurze Abschiedsritual im Kontaktkreis rahmt jede Kinderyogastunde.

Spontaneität und Fantasie sind in Yogastunden für Kinder besonders wichtig. Stundenkonzepte sind hilfreich und wichtig, sollten den Unterricht aber nicht bestimmen, sonst ist man nicht mehr bei den Bedürfnissen der Kinder, sondern klebt streng an den Notizen und Plänen.

 

>> Wie kam es eigentlich dazu, dass du Kinderyogalehrerin wurdest?

Die Idee, Yoga für Kinder zu unterrichten, kam mir vor knapp 9 Jahren als Teilnehmerin in einer Yogastunde. In der Endentspannung war es so, als wenn mir eine Stimme von oben oder innen flüsterte: „Yoga für Kinder“.

In mir schwelte damals schon lange die Frage, was der sinnvollste berufliche Beitrag sein kann, den ich für die Gesellschaft leisten kann; ich wollte keine Abstriche machen. Kinderyoga erfüllt ausnahmslos alle Kriterien: Höchste ethische Werte für eine friedvolle Welt und ganzheitliche Gesundheitsförderung mit einer nachhaltigen Methode, die ein Leben lang praktiziert werden kann.

Mich persönlich hätte Yoga in meiner Kindheit körperlich besser unterstützen können, als physiotherapeutische Übungen auf der Massageliege oder das Sportattest wegen meiner Skoliose. Damals wurde mir nur die Übung „Katze-Kuh-Rücken“ verordnet. Ich spürte bereits, dass das nicht alles sein könne.

Dass sich aus meiner fixen Idee und einer kleinen Nebenberuflichkeit meine Berufung entfalten würde und ich als Ausbilderin von Multiplikatoren mit meinen YouTube Videos und DVDs viele Kinder erreichen kann, ist eine Entwicklung, die mich sehr erfreut. Es lohnt immer, auf die innere Stimme und das Bauchgefühl zu hören.

 

>> Verrätst du uns, was dir bei deiner Arbeit als Kinderyogalehrerin am meisten Spaß bereitet?

Am meisten Spaß macht mir, dass die Kinder und ich so oft situativ-kreativ sein können und dass mich die Kinder in all den Jahren in meiner persönlichen Entwicklung tief herausgefordert haben. Ich lernte mein körperliches Geschick an ihre Anforderungen anzupassen und meine Stimme so zu trainieren, dass ich beim vielen Unterrichten nicht mehr heiser werde. Mit Kindern kann es einfach gar nicht langweilig werden.

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